Justine Otto

Justine Otto

*in Zabrze, Polen

In Justine Ottos aktuellen Serie Multiple Players wird der Tennisplatz zur Bühne. Der Sport selbst ist dabei weniger Thema als Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit einem sehr bestimmten Körperbild: trainiert, gestreckt, kontrolliert und auf Höchstleistung ausgerichtet.

Otto interessiert sich für den Moment, in dem dieses Ideal ins Wanken gerät. Körper werden gedehnt, verdreht und vervielfacht, Gliedmaßen überlagern sich oder fügen sich zu neuen Formen zusammen. Ihre Figuren entstehen fast skulptural – aus Körperteilen, Schlägern, Linien und Flächen.

So kippt die zunächst lesbare Figur immer wieder in Abstraktion. Kontrolle wird zur Überdehnung, Eleganz zu etwas Fragilem, Komischem oder beinahe Unmöglichem.

Dahinter steht ein zentrales Thema ihres Werks: das Verhältnis von Individuum und Gruppe, von Einheit und Vielheit. Der Körper erscheint bei Justine Otto nicht als festes Ideal, sondern als etwas, das sich immer wieder neu zusammensetzt.

Justine Otto studierte an der Städelschule in Frankfurt bei Peter Angermann und Michael Krebber und ging mit einem DAAD-Stipendium an die Accademia di Brera in Mailand. Ihre Arbeiten befinden sich unter anderem in der Phillips Collection in Washington sowie im Hessischen Landesmuseum Darmstadt.

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15. Oktober 2026 – 18. Oktober 2026
· Residenz München
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