Sara Mayoral Jiménez interessiert sich für das, was sich nicht festhalten lässt: für Veränderung, Zerfall, Wachstum und jene langsamen Prozesse, durch die Materie immer wieder etwas anderes wird.
Besonders die Fermentation spielt dabei eine wichtige Rolle. Mikroorganismen verändern Nahrung über Zeit – ein stiller, gemeinschaftlicher Prozess, der den Körper nicht als abgeschlossene Einheit erscheinen lässt, sondern als Teil eines größeren Ökosystems. Grenzen zwischen lebendig und nicht lebendig, Nahrung und Zersetzung, Bewahren und Vergehen beginnen sich aufzulösen.
Mayoral arbeitet mit Materialien, die riechen, altern, sich verändern oder Erinnerungen hervorrufen. Essen, Berühren, Riechen und Beobachten werden dabei zu Formen der Begegnung. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen dem Intimen und dem Biologischen und erzählen von Fürsorge, Sterblichkeit, Erinnerung und den großen Kreisläufen des Lebens – sinnlich und unmittelbar, ohne ihre Fragilität zu verbergen.
Sara Mayoral Jiménez wurde 1993 in Madrid geboren und studierte Freie Kunst an der Universidad Complutense de Madrid sowie an der Akademie der Bildenden Künste München. In ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie mit Skulptur, Installation, Keramik, Glas, Sound, Performance und organischen Materialien.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Prozesse der Veränderung, Vergänglichkeit und Erinnerung. Dabei verbindet sie körperliche und alltägliche Erfahrungen mit biologischen Abläufen und überliefertem Wissen. Fermentation und andere sich wandelnde Materialien werden zu Mitteln, um Zeit, Transformation und die Beziehung zwischen Körper und Umwelt sichtbar und erfahrbar zu machen.
Die Künstlerin lebt und Arbeitet in München.
Diplom, Akademie der Bildenden Künste München, Klasse Alexandra Pirici
Erasmus-Austausch, Akademie der Bildenden Künste Warschau
Bachelor of Fine Arts (BFA), Universidad Complutense de Madrid, Spanien
Last Breath, Salon C/O, München
Para Mañana, Independent Art Space PRIMOPIANO, Montesilvano, Italien
El Buen Morir, Kloster Speinshart
2023
Que Hablen las Flores, super+CENTERCOURT, München
Fast eine Tonne, Atemraum, DG KUNSTRAUM, München
Debütant*innen Austellung, Kunstverein München
ZIMMER FREI 2025, Hotel Mariandl, München
1Km Vermouth, Circular Republic Festival, (UnternehmerTUM GmbH), München
Ander Art Festival, München
Utopia KulturBunt, Neuperlach, München
Solitary/Solidary, Ganserhaus AK68, Wasserburg am Inn
SKIN, Temporary Art Space (RAUM), München
Paradise Lost #gendershift, Galerie der Künstler (BBK), München
HTSSNASS:S Edition, Super BOOKS, Haus der Kunst, München
VIDEODOX-Förderpreis, Galerie der Künstler (BBK), München
NEXT! Festival der jungen Photoszene, SK Stiftung Kultur, Köln/Bonn
Le Rendez-Vous, Ligne Roset, München
Seidenstraße 12345, Gaertner Stiftung, München
HTSSNASS, TamTam Factory – 3D Ausstellung
Akvo Inauguration, Galerie Foe, München
L’artiste devant sa toile, Marburger Kunstverein, Marburg
Untitled, Space Nouvelle, Innsbruck
Nominierung für den 53. Sulmona-Preis.
Preis Perspektiven // Förderpreis des Kunstclub13 e.V., München
Atelierstipendium, STUDIO@MAISBERGER, München
Stipendium, Stipendienfonds der AdBK München
Ehrenauszeichnung der Studierenden, Klasse Pirici, AdBK München
Preis des Akademievereins für die beste Ausstellung des Jahres, Klasse Pirici
Nominierung, GROSSE KUNSTAUSSTELLUNG, Wasserburg am Inn
Nominierung, VIDEODOX-Förderpreis
Gewinnerin, Ideenwettbewerb, LfA Förderbank Bayern
Nominierung, Open Studio Banco Santander Young Artist Award
The Artist and the Others, Summer Training, München
Anne Brannys, Edith Kollath: Hope Chorus, München